Mittwoch, 28. März 2012

Mehr Hinrichtungen in weniger Ländern

Grausam das es sowas heutzutage noch gibt, hier ein Artikel der Tagesschau dazu:

"An der Todesstrafe halten nach Angaben von Amnesty International weltweit immer weniger Länder fest. Allerdings werden in diesen Staaten immer mehr Menschen hingerichtet. China führt die tödliche Bilanz demnach erneut an: In keinem anderen Land seien 2011 mehr Menschen hingerichtet worden, hieß es in der Statistik der Menschenrechtsorganisation zu den Hinrichtungen und Todesurteilen 2011. Exakte Daten aus China liegen jedoch nicht vor, sie gelten seit 2009 als Staatsgeheimnis. Amnesty geht jedoch davon aus, dass die Zahl der Todesurteile und Hinrichtungen in der Volksrepublik unverändert in die Tausende geht."


China ausgenommen seien im vergangenen Jahr mindestens 676 Menschen in 20 Ländern hingerichtet worden, nach mindestens 527 Menschen in 23 Ländern im Vorjahr. Das seien mehr als ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren - damit richteten nur zehn Prozent aller Länder noch Menschen hin, erklärte Amnesty-Experte Oliver Hendrich.

Vollstreckung nicht angekündigt


Pritsche für Hinrichtungen mit der Giftspritze im Gefängnis Huntsville, US-Bundesstaat Texas
Für China, wie auch für Weißrussland, den Irak und den Iran, Nordkorea und Saudi-Arbaien, sei zu befürchten, dass Menschen zum Tode verurteilt oder hingerichtet worden seien, ohne ein nach internationalen Rechtsstandards faires Verfahren erhalten zu haben. In Weißrussland und Vietnam sind laut Amnesty die Gefangenen nicht davon in Kenntnis gesetzt worden, dass ihre Hinrichtung bevorstand, ihre Angehörigen und Rechtsanwälte seien ebenfalls nicht informiert worden.

Weißrussland ist das einzige Land in Europa, in dem 2011 Hinrichtungen stattfanden. Zuletzt wurden die umstrittenen Todesurteile gegen die beiden mutmaßlichen U-Bahn-Attentäter von Minsk per Genickschuss vollstreckt, obwohl es Zweifel an der Schuld der jungen Männer gab.

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